Fasching – Der Mund kann lachen …

Der Mund kann lachen, wenn das Herz auch traurig ist

Francisco Goya schreibt: „Die Welt ist eine Maskerade: das Gesicht, die Kleidung, die Sprache. Alle wollen erscheinen, wie sie nicht sind; alle täuschen und niemand kennt sich.“

Auch der Harlekin im Bild fragt sich: „Wer bin ich? Bin ich der mit dem traurigen Gesicht oder bin ich der fröhlich Lachende?“ (Sprüche 14, 13: „Auch beim Lachen kann ein Herz leiden, das Ende der Freude ist Gram.“) Bin ich vielleicht beides? Verstecke ich mich hinter der Maske, um mich zu schützen? Denn „wie´s da drinnen aussieht, geht niemand was an“.

Oder stehe ich unter einer Art von beruflichem oder moralischem Maskenzwang? Oder will ich einfach besser scheinen, als ich tatsächlich bin?

Der Harlekin sitzt auf einem Berg theologischer Werke und muss gestehen, dass er von Gott nichts weiß, eigentlich gar nichts wissen kann. Auch seinen großen Schatten wird er nicht los; denn „niemand kann über seinen Schatten springen“. Doch egal, ob die Menschen ihn auslachen oder lieben, der Narr aus der Weisheit der Bibel weiß: Du kennst mich, mein Gott. Und du nimmst mich an, so wie ich bin.

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